LCD und TFT: Die Welt der Bildschirme

Was in den 70ern mit dem IBM Simon begann ist mittlerweile kaum mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Fast jedes technische Gerät wird heutzutage über diese Art bedient und gesteuert.
Es gibt ihn in vielen verschiedenen Varianten. Für jede Art der Verwendung scheint es das passende System zu geben, Von Außen mögen sie sich kaum unterscheiden und teilweise doch recht simpel auf uns wirken. Doch schaut man erst einmal hinter den Bildschirm, dann wird einem doch bewusst, was man da für ein Wunder der Technik vor sich hat.

In den 70er Jahren wurde der erste entwickelt und im CERN für die Steuerung des Super-Proton-Synchrotron-Teilchenbeschleunigers genutzt. Ein weiterer entstand ebenfalls zu dieser Zeit bei Telefunken. In einem Handy wurde der erste Touchscreen wohl 1992 in den IBM Simon eingebaut.
Auch an den verschiedensten öffentlichen Orten sind sie zu finden: ob der Ticketschalter am Bahnhof, in Fast Food Restaurants oder auch in Einkaufshäusern. Doch was steckt hinter dieser Technik? Welche Arten gibt es und was sind die Unterschiede?

Im Groben handelt es sich um ein Ein- und Ausgabegerät, bei dem durch Berührung ein technisches Gerät direkt gesteuert werden kann. Über diese Art der Bedienung können die verschiedensten Aktionen auf dem gerät ausgeübt werden. Bei Funktionen, wobei mehrere Gesten nötig sind, zum Beispiel bei dem drehen eines Bildes, oder aber auch, wenn eine Geste erkannt werden soll, zum Beispiel durch ein wischen eine Seite umzublättern, handelt es sich um den sogenannten Multi-Touch.

Bei einem Touchscreen gibt es mehrere Funktionsweisen um die Geste oder die Berührung umzusetzen. Dabei ist eine komplexer als die andere. Da nur zwei der verschiedenen Arten uns so weit fast täglich begegnen, werden auch nur diese zwei kurz erläutert.

Die ersten waren sogenannte Optische Systeme. Dabei handelte es sich um ein Lichtschrankengitter, welches vor den Bildschirm gespannt wurde. Diese Systeme eignen sich, um grobe Schaltflächen auswählen zu können und werden heutzutage bei Geld- und Fahrscheinautomaten eingesetzt.

Bei einem resistiven Systemhandelt es sich um einen Bildschirm, welcher auf Druck reagiert. Diesen finden wir bei den meisten technischen Geräten des täglichen Gebrauchs, wie zum Beispiel bei einem Handy oder Tablet oder einem Kaffeevollautomaten, aber auch in der Industrie werden diese gebraucht.

Zu diesen Arten kommen noch oberflächen-kapazitive Systeme, projiziert-kapazitive Systeme, induktive Systeme, SAW („(schall)wellen-gesteuerte Systeme“) und dispersive-signal-technology Systeme. Diese werden aber eher seltener und nur in bestimmten Nischen genutzT.
Außerdem ist deren Funktionsweise und Technik recht kompliziert und vielschichtig.